Die diesjährige Aktion „Dreikönigssingen“ lief unter dem
Motto „Schule statt Fabrik - Jetzt Kinderarbeit stoppen“.
Bevor sich die Naumburger Sternsinger aufmachten den
Haussegen 20 * C + M + B – 26 „Christus mansionem benedicat“ (Christus segne
dieses Haus) an die Haustüren der Bewohner anzubringen, verkleideten sich die
Kinder als die "Drei Weisen aus dem Morgenland“ im Gemeindezentrum Pater Bonifatius Dux Haus.
Anschließend zogen sie gemeinsam in die Stadtpfarrkirche
ein, wo sie schon von Stadtpfarrer W. Johannes Kowal und der Gemeinde erwartet
wurden.
Während der Heiligen Messe segnete Pfarrer Kowal die Kronen,
die Kreide und die Sterne der Sternsinger.
Nach der Heiligen Messe gingen die Sternsinger von Haus zu
Haus, brachten den Segen und schrieben mit der geweihten Kreide
"20*C+M+B+25" an die Türpfosten - die Abkürzung für "Christus
mansionem benedicat - Christus segne dieses Haus".
Trotz der widrigen Wetterumstände und der eiskalten Wintertemperaturen waren in Naumburg 24 Sternsingerinnen und Sternsinger sowie 14 Betreuer unterwegs.
Da die Kinder wegen des Wetters ihr angstrebtes Pensum nicht schaffen konnten, waren bereits am Samstag schon einige von ihnen unterwegs.
Es konten in diesem Jahr 6.802,37 € gesammelt werden.
Schule statt Fabrik - Jetzt Kinderarbeit stoppen
Bei der Sternsingeraktion in 2026 wurde der Blick nach Bangladesch gerichtet.
Trotz Fortschritten im Kampf gegen Kinderarbeit müssen in dem
südasiatischen Land noch rund 1,8 Millionen Kinder und Jugendliche
arbeiten – 1,1 Millionen sogar unter besonders gesundheitsschädlichen
und ausbeuterischen Bedingungen. Sternsinger-Partnerorganisationen
setzen sich dafür ein, Kinder aus Arbeitsverhältnissen zu befreien und
ihnen den Schulbesuch zu ermöglichen.
In Bangladesch ist Kinderarbeit noch immer traurige Realität. Viele
Familien leben in großer Armut und haben kein geregeltes Einkommen. Wenn
Eltern krank werden oder die Ernte ausfällt, müssen oft die Kinder
mitarbeiten, um das Überleben der Familie zu sichern. Für sie bleibt
Bildung meist ein unerreichbarer Traum.
Außer der Spende für notleidende Kinder erhielten die
Sternsinger auch eine kleine Wegzehrung von den Bürgern, die oftmals schon auf
die jugendlichen Sammler warteten.
Stadtpfarrer Kowal bedankt sich ganz herzlich bei den
Sternsingern, deren Begleitpersonen, den Organisatoren und den Spendern für ihr
Engagement.