Trauerfälle in 2021

Trauerfälle unserer Kirchengemeinde


Im Jahr 2021 wurden 26 unserer Gemeindemitglieder zu Gott heimgerufen.


Herr Josef Winarski aus Bad Emstal am 22. November 2020 im Alter von 87 Jahren
Frau Renate Maria Therese Lötzerich aus Naumburg am 26. November 2020 im Alter von 85 Jahren
Herr Gerd August Schröder aus Bad Emstal am 26. November 2020 im Alter von 75 Jahren
Frau Herta Maria Schneider aus Naumburg am 04. Dezember 2020 im Alter von 93 Jahren
Frau Katharina Olschansky aus Naumburg am 16. Dezember 2020 im Alter von 79 Jahren
Frau Ursula Bubenhagen aus Bad Emstal am 20. Dezember 2020 im Alter von 61 Jahren
Herr Alois Josef Winter aus Bad Emstal am 30. Januar 2021 im Alter von 93 Jahren
Herr Roland Maxa aus Naumburg am 31.01.2021 im Alter von 81 Jahren
Frau Elisabeth Winter aus Bad Emstal am 04. Februar im Alter von 88 Jahren
Frau Rosa Aloisia Bernhardt aus Naumburg am 09. Februar 2021 im Alter von 91 Jahren
Frau Maria Plattner aus Bad Emstal am 09. März 2021 im Altern von 84 Jahren
Herr Alfons Penkiert aus Bad Emstal am 28. März 2021 im Alter von 92 Jahren
Herr Horst Franz Kreisbeck aus Bad Emstal am 08. Mai 2021 im Alter von 80 Jahren
Frau Franziska Karoline Schramm aus Naumburg am 16. Mai 2021 im Alter von 94 Jahren
Herr Huber Löhrer aus Naumburg am 25. Mai 2021 im Alter von 98 Jahren
Frau Maria Bartsch aus Naumburg am 09. Juni 2021 im Alter von 94 Jahren
Frau Marlies Scheig aus Bad Emstal am 11. Juni 2021 im Alter von 79 Jahren
Frau Brigitte Dietze aus Naumburg am 14. Juni 2021 im Alter von 72 Jahren
Herr Heinrich Kleinhans aus Naumburg am 25. Juni 2021 im Alter von 82 Jahren
Frau Marga Hast aus Naumburg am 03. Juli 2021 im Alter von 85 Jahren
Herr Julius Grenzebach aus Naumburg am 20. September 2021 im Alter von 88 Jahren
Frau Maria Jakob aus Naumburg am 25. September 2021 im Alter von 69 Jahren
Frau Elisabeth Kelber aus Naumburg am 11. Oktober 2021 im Alter von 86 Jahren
Frau Gisela Zerfaß aus Naumburg am 12. November 2021 im Alter von 90 Jahren
Frau Klara Steiner aus Naumburg am 12. November 2021 im Alter von 93 Jahren
Herr Reinhold Jacobi aus Naumburg am 16. November 2021 im Alter von 71 Jahren

Herr, gib Ihnen die ewige Ruhe.


Der Naumburger Friedhof

Das Friedhofsportal am Naumburger Friedhof
Das Friedhofsportal am Naumburger Friedhof

Bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts fanden in unserer Stadt die Beerdigungen auf dem Kirchplatz, der somit zugleich auch Begräbnisplatz war, statt. Daran erinnern, die auf dem Platz aufgestellten Grabsteine und die vom Marktplatz ausgesehene Gedenktafel „Ihr seid nicht vergessen“, die an der Kirchmauer angebracht ist.
Wie aber kam es zur Verlegung der Begräbnisstätte vor die Tore Naumburg`s?
Die Neuanlage des Naumburger Friedhofs fiel in die Epoche der Reformation als die Waldecker Grafen Amtsinhaber des Amtes Naumburg waren.
Die Gründe für die Verlegung des Friedhofs sind unbekannt, wir können nur vermuten, dass die Überfüllung des alten Friedhofs ausschlaggebend war oder es aus hygienischen Gründen wegen der immer wiederkehrenden Seuchengefahr geschah. Vielleicht lag es auch im Zuge der Zeit oder man sah darin eine Bestätigung der vollzogenen Reformation. Für diese letztere Erklärung spricht die Tatsache, dass man nach der Gegenreformation wieder den alten Friedhof benutzte.
Noch 100 Jahre später ist bei den Beerdigungen angegeben: in coemiterio ante oder extra portas oder: apud (prope) ecclesiam.

Gedenktafel an der Naumburger Kirchmauer
Gedenktafel an der Naumburger Kirchmauer

Mit dem steinernen Friedhofsportal (siehe oben) schuf sich Pfarrer Briäus, evangelischre Pfarrer während der Reformationszeit ein bleibendes Denkmal in unserer Stadt. Die Ausführung übernahm der bekannte Kasseler Bildhauer Andreas Herber. Das mit Wappen und Inschriften geschmückte Portal zeigt im Dreieckgiebel ein Relief mit der Auferstehung Christi. Darunter sind die Wappen von Mainz, Waldeck und Hessen angebracht. Unter den Wappen befindet sich eine Tafel mit der lateinischen Bauinschrift, die in Übersetzung lautet:“Im Jahre 1577 nach der Menschwerdung des Erlösers wurde dieser Friedhof errichtet, als Herr Daniel, Graf und Herr von Waldeck mit seiner Gemahlin Barbara, einer geborenen Prinzessin von Hessen, regierte. Diesen Amtsbezirk verwaltete Johann Georg Schild aus Kassel, das Pfarramt verwaltete Georg Briäus aus Korbach und das Bürgermeisteramt Bertold Boene.“ Eine zweite Inschrift lautet:“Ich bin die Auferstehung und das Leben, wer an mich glaubt, der wird leben, wenn er gleich stürbe; und wer da lebt und glaubt an mich, der wird nimmermehr sterben“ (Joh.11,Vers 25-26). Links vom Rundbogen ist das Wappen der Herrn Hertingshausen, rechts das Wappen der Stadt Naumburg.
Der oben erwähnte Graf Daniel, Bruder des regierenden Grafen von Waldeck, hatte das Schloss Naumburg als Wohnsitz erhalten. Er starb bereits im folgenden Jahr und wurde in der Netzer Kirche beigesetzt.

Inschrift am Friedhofsportal
Inschrift am Friedhofsportal
Alte Grabsteine auf dem Kirchplatz
Alte Grabsteine auf dem Kirchplatz

Zum Andenken an den alten Friedhof verfasste Herr Heinrich Ernst Kramer im Jahr 1938 ein Lied in Versform.

Zu Naumburg am Kirchplatz die Linden Und aus ihren Gräbern entsprossen
Gewachsen so wuchtig und breit. Und wuchsen die Linden empor.
Sie rauschen und raunen und künden Im Erdreich die Wurzeln umschlossen
Von Tod und versunkener Zeit. Der Toten gemeinsamen Chor.


Dort wo sie jetzt wurzeln und blühen Und Jahre um Jahre entfliehen,
War fünfhundert Jahre das Grab, Mit Dank und gläubigem Sinn
In das nach viel Sorgen und Mühen Im Schatten der Linden nun ziehen
Die Naumburger sanken hinab. Die Enkel zur Pfarrkirche hin.


Und wie sie gekämpft und gestritten Sie kehren mit frommen Gefühlen
Im Dasein ums tägliche Brot, Getreulich ins Gotteshaus ein
Und was sie erlebt und erlitten Und unter den Linden rings spielen
In Krieg und in bitterer Not, Die Kleinen in lustigen Reihn.


Das nahmen sie mit in die Erde, Drum sind jedem Naumburger Kinde
Die deckt sie nun mütterlich zu. Die Linden so lieb und vertraut.
Der Tod ihre Taten verklärte, Sie rauschen und raunen im Winde,
Er gab ihnen Friede und Ruh. Was alles sie einstmals geschaut!

Textquelle:
Dr. Volker Knöppel, Jahrbuch Geschichtsverein 10. Band 1992;
Karl-Franz Thiede, Die heilige Linde 2013
Bildquelle:
Karl-Franz Thiede

 
 

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Ich möchte mich bei all denen, die durch das Erstellen von Textbeiträgen, Filmen und Bildern unseren Internetauftritt ermöglichen, recht herzlich bedanken.


W. Johannes Kowal
Stadtpfarrer, Geistlicher Rat

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