Kinderkreuzweg in St. Crescentius

Jesus auf seinem Weg von Palmsonntag bis Ostern begleiten

Liebe Familien, liebe Kinder,

leider können wir auch in diesem Jahr nicht mit Euch gemeinsam den Kinderkreuzweg im Pater-Bonifatius-Dux-Haus am Karfreitag gehen.

Darum laden wir alle Familien gerne ein, den Weg in der Kirche zu gehen.

Dort haben wir uns auch dieses Jahr etwas ganz Besonderes einfallen lassen.


In der Zeit vom 04.04.2022 bis zum 15.04.2022 freuen wir uns auf viele kleine und große Besucher unseres Kinderkreuzweges in der Kirche.


Die Kirche ist täglich von 09:00 Uhr bis 17:00 Uhr geöffnet.


Das Kindergottesdienstteam freut sich sehr, dass ihr Jesus auf seinem Weg von Palmsonntag bis Ostern begleiten wollt.
Auf diesem Weg gibt es viel zu entdecken und zu erleben!

 

1.Station - Palmsonntag -

Jesus kommt nach Jerusalem. Die Menschen freuen sich und wollen ihn sehen, ihn, der so viele Wunder getan und so viele spannende Geschichten erzählt hat. Sie laufen ihm entgegen. Wie ihren neuen König begrüßen sie ihn. Sie breiten ihre Mäntel auf dem Weg aus, winken ihm mit Palmzweigen zu und jubeln. Sie rufen: „Hosianna! Sei gegrüßt unser König! Hosianna!“ Sie verneigen sich vor Jesus.


Doch Jesus kommt nicht wie ein mächtiger König. Statt auf einem prächtigem Pferd reitet er auf einem Esel. Er trägt auch keinen prächtigen Mantel, sondern ein einfaches Gewand.


Seine Freunde folgen barfuß. Das gefällt den Armen und Kleinen sehr. Den Mächtigen in Jerusalem aber gefällt das gar nicht: „Das Volk hört nicht mehr auf uns, es hört nur noch auf Jesus!“, befürchten sie. „Jesus ist gefährlich, wir müssen ihn ausschalten!“, denken sie.

Kinderkreuzweg in St. Crescentius  - Palmsonntag 
Kinderkreuzweg in St. Crescentius - Palmsonntag
 

2. Station - Das letzte Abendmal -

Nach dem feierlichen Einzug in Jerusalem am Palmsonntag feiert Jesus am Abend des Gründonnerstags mit seinen Jüngern ein Fest, das Passahfest.


Auf dem Tisch steht ein festliches Essen mit Lammfleisch, Gemüse, Fladenbrot und Wein. Als alle um den Tisch sitzen, spricht Jesus: „Dies ist unser letztes gemeinsames Mahl. Bald werden mich meine Feinde verhaften und töten. Und einer von euch wird mich verraten.“ Da erschrecken die Jünger sehr. Bevor sie mit dem Essen beginnen, sprechen sie zusammen ein Tischgebet:


Nach dem Gebet tut Jesus etwas Besonderes: Er nimmt das Brot, dankt Gott und sagt: „Nehmt dieses Brot. So wie ich es euch gebe, so wird mein Leib dahin gegeben. Esst davon!“ Dann nimmt er den Becher mit Wein und sagt: „Nehmt diesen Wein. So wie ich ihn euch gebe, so wird mein Blut vergossen werden. Für viele Menschen. Denkt an mich, so oft ihr dieses Brot esst und diesen Wein trinkt.“


Schweigend nehmen die Jünger Brot und Wein und halten Mahl.

Kinderkreuzweg in St. Crescentius  - Das letzte Abendmahl 
Kinderkreuzweg in St. Crescentius - Das letzte Abendmahl
 

3 .Station - Gefangennahme-

Nach dem Mahl geht Jesus mit seinen Jüngern zum Ölberg. Es sind aber nur noch elf Jünger, die ihn begleiten. Judas, der Verräter, ist schon gegangen.


Bald haben sie einen Garten, er heißt Gethsemane, erreicht. Hier will Jesus beten. Nur drei seiner Jünger, Petrus, Jakobus und Johannes, nimmt er mit in den Garten. Jesus sagt zu den Jüngern: „Setzt euch unter den Olivenbaum. Wacht mit mir und betet. Denn ich habe Angst.“


Jesus geht noch etwas weiter in den Garten, kniet nieder und spricht mit Gott: „Mein Vater. Wenn es möglich ist, dann lass das Schreckliche an mir vorüber gehen. Doch nicht wie ich will, sondern wie du willst, soll es geschehen.“ Jesus zittert. Er hat Angst.


Als Jesus zu seinen Freunden zurückkommt, sind sie eingeschlafen. Jesus ist enttäuscht und sagt: „Konntet ihr nicht einmal eine Stunde mit mir wach bleiben und beten? Steht auf, die Stunde ist gekommen.“


Und da kommen auch schon die Soldaten mit Schwertern und Knüppeln. Allen voran Judas. Er tritt auf Jesus zu und gibt ihm einen Begrüßungskuss wie ein guter Freund. Der Kuss war das vereinbarte Erkennungszeichen. Sogleich greifen die Soldaten Jesus, fesseln ihn wie einen Verbrecher und führen ihn weg. Judas ergreift die Flucht, denn er merkt, dass er etwas Falsches getan hat. Auch die anderen Jünger rennen aus Angst davon.

Kinderkreuzweg in St. Crescentius  - Gefangennahme 
Kinderkreuzweg in St. Crescentius - Gefangennahme
 

4. Station - Verurteilung -

Die Soldaten bringen Jesus zum mächtigsten Mann in Jerusalem, zu Pilatus. Er allein kann entscheiden, ob jemand zum Tod verurteilt wird.


Pilatus verhört Jesus. Pilatus fragt: „Bist du Gottes Sohn?“ Jesus antwortet: „Ja, du sagst es. Ich bin Gottes Sohn.“

„Bist du ein König?“ „Ja, ich bin ein König.“ „Wo ist dein Königreich?“ „Mein Königreich ist nicht wie deines, es ist nicht von dieser Welt.“


Pilatus spürt: Dieser Jesus ist wirklich ein königlicher Mensch. Er will ihn frei lassen, aber er fürchtet sich vor den vielen Menschen, die schreien: „Jesus soll sterben! Ans Kreuz mit ihm!“


So tut er Unrecht. Er verurteilt Jesus zum Tod. Die Soldaten legen Jesus einen roten Mantel um wie einem König und drücken ihm eine Krone aus Dornen auf den Kopf. Sie spucken ihm ins Gesicht, schlagen und verspotten ihn: „König der Juden, lebe hoch!“ Dann führen sie ihn hinaus.

Kinderkreuzweg in St. Crescentius  - Verurteilung 
Kinderkreuzweg in St. Crescentius - Verurteilung
 

5. Station - Kreuzweg -

Jesus soll auf dem Berg Golgatha am Kreuz sterben. Er muss sein Kreuz selbst dorthin tragen. Jesus bleibt keine Wahl. Er nimmt das Kreuz auf seine Schulter. Es ist ziemlich schwer und der Weg Steil und steinig.


Schon bald verliert Jesus an Kraft. Das Kreuz drückt ihn zu Boden. Er fällt. Obwohl er müde ist und große Schmerzen hat, steht er wieder auf und geht weiter.


Am Weg steht Maria, die Mutter von Jesus. Sie sieht, wie er sich quält. Sie ist furchtbar traurig und das Herz ist ihr schwer. Sie leidet mit ihrem Sohn. Als Jesus sie sieht, schöpft er neue Kraft und kann ein wenig gestärkt das schwere Kreuz weitertragen. Marias Herz ist so schwer, als ob ein schwerer Stein darauf liegt.


Jesus wird immer schwächer. Er hat keine Kraft mehr. Er geht immer langsamer.


Die Soldaten sehen einen Bauern, der vom Feld kommt. Er heißt Simon von Cyrene. Sie befehlen ihm, Jesus zu helfen, das Kreuz zu tragen. Wie gut, dass Simon mit anpackt. Seine Hilfe bringt Jesus etwas Erleichterung. Gemeinsam setzen sie den Weg fort.

Jesus schwitzt stark unter der Last des Kreuzes. Eine Frau, sie heißt Veronika, sieht seine Not. Sie weiß, dass sie Jesus nicht viel helfen kann, doch sie möchte seine Not lindern. Mutig geht sie auf Jesus zu und reicht ihm ein Tuch, damit er sich den Schweiß abtrocknen kann.


Völlig entkräftet setzt Jesus seinen Weg fort, bis zu einer Gruppe Frauen. Sie stehen am Weg und weinen und klagen. Sie sind völlig verzweifelt. Als Jesus sie sieht, bleibt er trotz seiner eigenen großen Schmerzen für einen Moment stehen und tröstet sie. Er sagt: „Sorgt euch nicht, Gott ist bei mir.“


Mit letzter Kraft schleppt sich Jesus auf den Berg Golgatha. Völlig erschöpf bricht er zusammen. Das Kreuz erdrückt ihn fast. Er ist völlig am Ende.

Kinderkreuzweg in St. Crescentius  - Kreuzweg 
Kinderkreuzweg in St. Crescentius - Kreuzweg
Kinderkreuzweg in St. Crescentius  - Kreuzweg 
Kinderkreuzweg in St. Crescentius - Kreuzweg
 

6. Station – Kreuzigung -

Die Soldaten reißen Jesus die Kleider vom Leib und würfeln darum, wer sie bekommt. Sie legen ihn auf das Kreuz und nageln seine Hände und Füße fest. Oben am Kreuz befestigen sie eine Tafel auf der steht: Jesus aus Nazareth, König der Juden.


Immer noch spotten einige Leute und sagen: „Wenn du Gottes Sohn bist, steig doch herab vom Kreuz!“ Aber Jesus, der König der Liebe, betet: „Vater vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun.“


Als Jesus sagt, dass er Durst hat, taucht ein Soldat einen Schwamm in Essig, steckt ihn auf einen Stock und hält ihn Jesus an die Lippen.


Kurz danach stirbt Jesus.


Unfassbar schauen die Freunde und Anhänger Jesu und seine Mutter Maria auf das Kreuz. Sie denken: „Er ist tot. Was soll nun werden? Alles ist aus, vorbei. Wir sind allein.“ Für sie ist es jetzt ganz dunkel.

Kinderkreuzweg in St. Crescentius  - Kreuzigung 
Kinderkreuzweg in St. Crescentius - Kreuzigung
 

7. Station – Grablegung und Auferstehung-

Ein Mann namens Josef von Arimathäa hat von Pilatus die Erlaubnis bekommen, den Leichnam Jesu vom Kreuz zu nehmen und in eine in Fels gehauene Grabhöhle zu legen. Bevor er Jesus dort hineinlegt, reibt er ihn mit wohlriechenden Ölen ein und wickelt ihn in ein Leinentuch. Den Eingang zur Grabhöhle verschließt er mit einem großen Stein.


Am Ostermorgen sind zwei Frauen auf dem Weg zum Grab. Sie wollen den Toten noch einmal mit wohlriechenden Ölen einreiben. Unterwegs überlegen sie, wie sie den großen Stein am Eingang des Grabes zur Seite bekommen. Als sie am Grab ankommen, ist der Stein fortgerollt. Sie sind ganz verwirrt. Langsam gehen sie in das Grab und erschrecken fürchterlich. Der Leichnam Jesu ist weg. Stattdessen sehen sie einen Engel, der zu ihnen sagt: „Fürchtet euch nicht. Ihr sucht Jesus aus Nazareth, der ans Kreuz genagelt wurde. Gott hat ihn von den Toten auferweckt. Geht und sagt es seinen Freunden.“


Voller Angst und Freude laufen die Frauen zu den Jüngern, um ihnen alles zu erzählen.


Mit dem Wissen, dass Jesus auferstanden ist, wünschen wir euch ein schönes Osterfest.

Euer Kindergottesdienstteam

Kinderkreuzweg in St. Crescentius  - Grablegung und Auferstehung 
Kinderkreuzweg in St. Crescentius - Grablegung und Auferstehung
 

Mit dem Wissen, dass Jesus auferstanden ist, wünschen wir euch ein schönes Osterfest.

Euer Kindergottesdienstteam



04. April 2022
 

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St. Crescentius • Naumburg



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Ich möchte mich bei all denen, die durch das Erstellen von Textbeiträgen, Filmen und Bildern unseren Internetauftritt ermöglichen, recht herzlich bedanken.


W. Johannes Kowal
Stadtpfarrer, Geistlicher Rat

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