Kirchenrenovierung 2019/2020

- Die unendliche Geschichte -

Der Weiße Sonntag ist vorüber- die Renovierungsarbeiten konnten nicht begonnen werden- der Stand der Dinge:


Am 16.05. waren der neue Chef des Bischöflichen Bauamtes, Herr Martl, und der für uns zuständige Bauingenieur hier in unserer Kirche, um sich die Gegebenheiten anzusehen und mit Pfarrer und Verwaltungsratsmitgliedern die geplanten Maßnahmen zu besprechen.


Dabei legte Herr Martl Wert darauf, dass an den Prinzipalobjekten, Tabernakel, Altartisch und Ambo keine Veränderungen vorgenommen werden sollen. Zustimmung fanden der Abbau der Stufenanlage im Chorraum und die malerisch/gestalterische Zusammenfassung der Ausstattungsgegenstände, wie aus den Entwürfen ersichtlich. Der neue Standort für die Taufe fand ebenso Zustimmung; Der Holzboden wird an dieser Stelle durch Steinfußboden ersetzt.


Auch für die neugotische Josefsfigur, die farblich überarbeitet werden soll, ist ein würdiger Platz der Lourdes-Maria gegenüber gefunden worden. (Die Spindeltreppe und der in den Turm herein ragende Teil der Empore fallen weg). Der Durchgang wird durch den Abbruch des Raumes mit der Elektroverteilung verbreitert und durch eine dezent gestaltete Glastür vom Kirchenraum abgetrennt.


Warum aber können die Bauarbeiten nicht beginnen?


Das Gesamtkonzept muss erst von der Kunstkommission der Diözese genehmigt werden und die wird erst wegen Krankheitsfällen im Juni zusammenkommen.


Dann warten wir seit längerem auf die Genehmigung des Projektes durch die Finanzabteilung, wenn auch schon im Dezember 2017 der Bescheid erfolgt war, dass „das Investitionsvorhaben in das Bauprogramm für das Jahr 2018 aufgenommen ist“ bei voraussichtlichem Zuschuss von 625.000, -€. Eine Reihe von Voraussetzungen mussten noch erfüllt werden, die endgültige Planung, die Finanzen der Pfarrgemeinde, die Genehmigungen von Bauamt und Kunstkommission betreffend.


Wir sind also sehr unter Zeitdruck geraten; die Baumaßnahme wird sich über geschätzte 30 Wochen hinziehen.


Sicher ist, dass wir unbedingt eine neue Heizungsanlage vor dem Winter haben müssen; die jetzige ist irreparabel.


Die Möglichkeiten von Pfarrer und Verwaltungsrat, die Dinge zu beschleunigen, waren und sind begrenzt.


Pfarrer und Verwaltungsrat

12. Juni 2019

Vorstellung der geplanten Arbeiten zur Kircheninnenrenovierung

Am Samstag, 24. November 2018, stellte Architekt Herr Andreas Kropp nach der Vorabendmesse die geplanten Arbeiten zur anstehenden Kircheninnenrenovierung der Kirchengemeinde vor.


Geplant ist die Erneuerung der Heizungsanlage mit zusätzlicher Lüftungsfunktion. Die Heizanlage soll von Öl auf Gas umgestellt werden. In dem dann freiwerdenden Tanklager wird eine Toilette installiert.


Elektroinstallation und Beleuchtung müssen überprüft und auf den neuesten technischen Stand gebracht werden.


Die jetzige Wendeltreppe, die zur Empore führt, soll abmontiert werden und der Zugang zur Empore künftig vom Kirchenschiff aus erfolgen.  Die jetzige Brüstung auf der Empore muss aus Sicherheitsgründen mindestens um 10 cm erhöht werden.


Der dann freiwerdende Turmraum, so ist es geplant, soll mit einer Glastür vom übrigen Kirchenraum getrennt und dann als Andachtsraum genutzt werden; zugleich kann er dann separat offengehalten werden.


Bei der Gestaltung des Sakralraumes stehen folgende Überlegungen an:

Für die Taufe soll eine Situation im südlichen Seitenschiff gestaltet werden, quasi als Taufkapelle, um den liturgischen Stellenwert der Taufe zu betonen (wie bereits geschehen).


Der sich zurzeit unter dem Flügelaltar befindende Steinaltar soll halbiert werden, und kann dann in beiden Seitenschiffen als Standkonsole neu platziert werden.


Die Umgestaltung des Chorraumes sieht insbesondere vor, dass die Stufenanlage für die Sedilen abgebaut wird und der Chorraum sich dann auf einer Ebene befindet.


Der Altar soll etwas verkleinert werden. Es gibt Überlegungen , dass der Ambo eventuell auf der anderen Seite des Chorraumes platziert wird.


Die Wandflächen hinter dem Tabernakel und hinter dem barocken Ensemble im südlichen Seitenschiff sollen farblich gestaltet werden.


Anschließend stellte Herr Michael Loskant die geplanten Renovierungsarbeiten an der Orgel vor.


Ausbau und Einlagerung des Pfeifwerkes in dem Orgelbaubetrieb und Wiedereinbau, Sicherung und Einhausung der vor Ort verbleibenden Orgel


Überarbeitung des Pfeifwerks inklusive Reinigung, Schimmelbehandlung, Reparatur, Ausweisung der Kosten für die Überarbeitung der fünf Zungen in den Manualen und Pedal Reinigung, Schimmelbehandlung, Austausch aller schadhaften Teile im nicht- klingenden Teil der Orgel


Einbau von Lüftungsschlitzen im Bereich Pedal und Hauptwerk


Erweiterung des Schwellkastens unter Einbeziehung des Stimmganges


Fakultativ (nicht Gegenstand des vergleichbaren Angebotes): Pedaltrompete Überarbeitung des Registers „Prinzipalbass“

26. November 2018
 

Orgelsanierung

Die Lötzerich – Orgel von 1992 muss nach 26 Jahren gereinigt und überholt werden. Üblicherweise geschieht das nach 20 Jahren. Im Zuge der Innenrenovierung wird die Orgel zunächst vor Beginn der Renovierungs- und Malerarbeiten „eingehaust“, also in atmungsaktive Folie staubdicht verpackt und verklebt. Dabei werden Luftfeuchtigkeit und Temperatur ständig überwacht. 


Wenn die Arbeiten im Kirchenraum abgeschlossen sein werden, müssen alle 1684 Holz- und Metallpfeifen herausgenommen, gereinigt und ggf. repariert werde. Neben der „normalen“ Reinigung muss ein Problem angegangen werden, das wir seit der Dachsanierung der Nordseite und dem Regenwassereinbruch in dem Winter mit Sorge beobachten, einen erheblichen Schimmelbefall der Holzpfeifen und Holzteile; ferner „blüht“der Schimmel auf den Staubablagerungen besonders stark auf. Eine elektronische Überwachung von Luftfeuchtigkeit und Temperatur hat ergeben, dass- nach der feuchten Behandlung der Pfeifen mit einer Äthanollösung zur Beseitigung des Schimmels- für eine gute Durchlüftung der Kirche und der Orgel gesorgt werden muss. 

Dazu wird eine automatische Lüftungsanlage eingebaut werden. 


Infolge der hohen Luftfeuchtigkeit sind bewegliche Teile zum Stimmen in den entsprechenden Pfeifen so stark korrodiert, dass erhebliche Arbeiten anstehen werden. 


Eine Pfeifenreihe im Pedal muss aus klanglichen Gründen überarbeitet werden; ein noch fehlendes Register im Pedal kann im Zuge dieser Arbeiten ergänzt werden. 


Der Verwaltungsrat 

 
01. August 2018

 
 
 

Bei der anstehenden Kirchenrenovierung gibt es drei Bereiche, die geplant und gestaltet werden müssen:


I. Bauseitige Maßnahmen: (als Beispiele, nicht vollständig)


1. Maler-und Putzerarbeiten bei den Innenflächen des Kirchengebäudes


  • Gerüstbauarbeiten, kalkuliert mit 51.300,-€


  • Maler,-Putzer,-Maurer,- Risssanierungsarbeiten, kalkuliert mit 131.000,-€ (Kosten als Beispiele aus der Kalkulation)


2. Platten-und Natursteinarbeiten:


3. Heizung und Lüftung


4.Fenster (Durchsicht, Reparaturen, Reinigung)


5. Sanitärinstallation (u.a. Toilette im Keller)


6. Elektroinstallation und Beleuchtung


Aus der Prüfung der elektrische. Anlage: „Die Verteilung entspricht nicht mehr den gültigen DIN/VDE-Bestimmungen“ – Die Hängeleuchten im Kirchenraum hängen nicht an Stahlseilen u.s.w.


7. Schreinerarbeiten


  • z.B. Emporenbrüstung muss aus Sicherheitsgründen erhöht werden


  • neuer Treppenaufgang (unter der Empore, Nordportal,) Sicherheitseinwände gegen vorhandene Spindeltreppe


  • Verschließen des Turmraumes hinter der Orgel


  • Durchsicht, Reparatur der Kirchenbänke (Holzwurm)


II.Gestaltung des Kirchenraumes


Eine Kirchenrenovierung bietet immer die Gelegenheit, die Gestaltung des Sakralraumes weiter zu entwickeln, den heutigen liturgischen Anforderungen anzupassen und nicht ganz geglückte Gestaltungen aus der Vergangenheit zu korrigieren. Dies ist sicher die schwierigste Aufgabe für Pfarrer und Verwaltungsrat:


Die Ausstattung einer Kirche unterliegt immer auch dem Zeitgeschmack. Wie man seine Wohnung von Zeit zu Zeit umgestaltet, so wurde und wird auch das Gotteshaus immer wieder der Zeit angepasst, aber sehr sensibel, nur in Ausstattungsdetails, mit dem Blick auf die Vergangenheit und Zukunft – und- nicht zuletzt- mit dem Blick auf die Kosten.


Hier einige Beispiele, wo vom Verwaltungsrat zusammen mit dem Architekten, dem Bauamt der Diözese und der Kunstkommission Veränderungen diskutiert werden:


Madonna aus dem 14. Jahrh: steinfarbig auf steinfarbigem Hintergrund: Der Hintergrund muss andersfarbig gestaltet werden, um die Figur hervorzuheben.


Taufstein: Für die Taufe soll eine Situation in einem Seitenschiff gestaltet werden, quasi als Taufkapelle, um den liturgischen Stellenwert der Taufe zu betonen.


Turmraum: Da der Emporenaufgang verlegt wird, bietet sich die Gestaltung des Turmraumes als „Andachtsraum“ mit einigen Sitzgelegenheiten und verbesserter Heizung an. Wenn der Raum für die Elektroverteilung entfällt, bietet sich die Schließung des Turmraumes zum Kirchenschiff durch eine (gestaltete) Glastür an, die auch die Gelegenheit bieten würde, den Turmraum separat offen zu halten.


Weitere Gestaltungsdetails, die in der Diskussion sind:


  • Betonung der Tabernakel-Stele durch einen farbig gestalteten Hintergrund


  • Verkleinerung des großen Altartisches


  • kleiner Sandsteinunterbau für den Flügelaltar


  • Gestaltung des barocken Südschiffes: Figuren, ovales Dreifaltigkeitsgemälde, Beichtstuhl


III.Orgelsanierung


Nach 25 Jahren störungsfreiem Gebrauch muss die Orgel gereinigt werde, zumal in den letzten Jahren Schimmelbefall aufgetreten ist. Dies ist eine kostenintensive, aber unumgängliche Maßnahme, für die noch keine Kosten genannt werden können (Abgabetermin für die Ausschreibung - Ende Juni).


Für die Gesamtmaßnahme Kirchenrenovierung in Naumburg sind von der Diözese ca. 500.000,-€ an Zuschüssen zugesagt.


Der Verwaltungsrat


05. Juni 2018
 

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Ich möchte mich bei all denen, die durch das Erstellen von Textbeiträgen, Filmen und Bildern unseren Internetauftritt ermöglichen, recht herzlich bedanken.


W. Johannes Kowal
Stadtpfarrer, Geistlicher Rat

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