Terminkalender
aktueller Pfarrbrief
Fronleichnamsprozession - virtuell
Erleben Sie die Fronleichnamsprozession 2011 in Naumburg virtuell..
Turmblasen 2011
1. Heilige Kommunion - virtuell
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Rasseln 2011 - virtuell
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Gemeindeleben
Messdiener der Kirchengemeinde
Tarcisius, Schutzheiliger der Ministranten, (auch: Tharsicius, Tarsitius, Tarzisius und Tarkisius) war der Legende nach ein römischer Junge, der in der zweiten Hälfte des 3. Jahrhundert zur damals verfolgten christlichen Gemeinde in Rom gehörte und dem Priester in der Seelsorge half.
Unter anderem überbrachte er den Kranken die Krankenkommunion. Eines Tages hatte er wieder eine Schale mit geweihten Hostien unter seinem Gewand versteckt und war auf dem Weg zu einem Kranken, als er von anderen römischen Jungen auf der Straße angesprochen wurde. Sie entdeckten, dass er etwas versteckte und forderten ihn auf, es ihnen zu zeigen, doch er weigerte sich. Darauf schlugen sie auf ihn ein und versuchten ihm die Schale zu entreißen. Sie schlugen ihn auf offener Straße zu Tode. Tarcisius gilt als erster Ministrant und somit als deren Patron.
Der Gedenktag des Hl. Tarcisius ist der 15. August.
Rasseln in Naumburg
Als ich vor 20 Jahren nach Naumburg gezogen bin, wunderte ich mich darüber, dass ich am Karfreitag keine Glocken hörte. Stattdessen hörte ich ein lautes Klappern und Ratschen. Dann erst sah ich eine Gruppe von Kindern und Jugendlichen, die mit Holzrasseln duch die Straßen gingen. "Was ist denn da los?" fragte ich meinen Mann. "Wie, das kennst du nicht?" wundert er sich. Das ist bei uns eine alte Tradition, das sind die "Rassler". In anderen Orten heißt es auch "Klappern".
Am Gründonnerstag, nach dem Gloria, verstummen Orgel und Glocken bis zur Osternacht. Im Volksmund sagt man, die Glocken sind nach Rom geflogen und sollen dort neu gesegnet werden.
Am Karfreitag wird um 6, 10, 12, 15, 18 Uhr und am Karsamstag um 6, 12 und final um 17 Uhr gerasselt. Treffpunkt ist jeweils eine Viertelstunde vorher auf dem Marktplatz.
Dort teilen sie sich in 3 große Gruppen ("Ziegelhütte", "Bahnhof" und "Mühlentor"). Vor dem Rasseln beten sie gemeinsam den "Engel des Herrn".
Danach sind sie meist 1-1,5 Stunden unterwegs. Dabei werden sie reichlich mit Süßem und auch mit Geld (früher mehr mit Eiern) beschenkt.
Auch mein Mann ist, als er noch Meßdiener war, mitgegangen und seine Rassel wurde später immer wieder an andere ausgeliehen. Alle haben sich mit ihren Namen und dem Jahresdatum auf seiner Rassel "verewigt".
Heute benutzt sie mein Sohn und vielleicht auch einmal meine Enkelkinder, weil es bei uns in Naumburg ja Tradition ist.
M. Schubert-Bartsch
Rasseln in Naumburg 2011
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